Tool-Dossier · Risikoanalyse

Microsoft Copilot im Unternehmen: Was vor dem Rollout zu klären ist

Copilot greift auf das Microsoft-365-Berechtigungsmodell zu. Falsch konfiguriert, sieht plötzlich jeder, was er nicht sehen sollte.

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Microsoft Copilot im Unternehmen: Was vor dem Rollout zu klären ist
KI-ToolsTool-Risikoanalyse16. Juni 2026 · 8 Min.
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Microsoft 365 Copilot bringt generative KI direkt in Word, Outlook und Teams — doch der Rollout berührt Datenschutz, Berechtigungen und Mitbestimmung. Was vor dem Start zu klären ist.

30

Lizenzkosten p. M.

ja

Voraus. M365 E3/E5

ja*

Datenresidenz EU

ja

DPA enthalten

Copilot greift auf alle Inhalte zu, auf die der jeweilige Nutzer ohnehin Zugriff hat — und genau hier liegt das größte Risiko. Bestehende Berechtigungsprobleme werden durch Copilot sichtbar und sofort wirksam.

Pro

  • + DPA mit EU-Datenresidenz vorhanden.
  • + Daten werden nicht zum Training öffentlicher Modelle verwendet.
  • + Integration in vertraute M365-Oberflächen.

Contra

  • Berechtigungs-Hygiene wird zur Voraussetzung — sonst Datenleaks intern.
  • Mitbestimmung nach § 87 BetrVG ist auslösbar.
  • Klassifizierung sensibler Inhalte (Sensitivity Labels) ist Pflicht-Vorarbeit.

Vor dem Rollout zu klären

  • 01

    Berechtigungs-Audit

    SharePoint, OneDrive, Teams: Wer sieht was — wirklich?

  • 02

    Sensitivity Labels

    Mindestens eine 3-stufige Klassifizierung etablieren.

  • 03

    Betriebsrats-Beteiligung

    Frühzeitig — Copilot ist überwachungsfähige Software i. S. d. § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG.

  • 04

    DSFA

    Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO durchführen.

  • 05

    Pilotgruppe

    3–6 Monate mit klar definierter Nutzerschaft.