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EU AI Act: Diese Fristen müssen Unternehmen im Blick behalten

Vom Verbot inakzeptabler Praktiken bis zu den Pflichten für Hochrisiko-KI: Der Zeitplan im Überblick.

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EU AI ActErklär-Artikel15. Juni 2026 · 6 Min.
Relevanz: HochPrüfenGeschäftsführungComplianceDatenschutz

Der EU AI Act tritt gestaffelt in Kraft. Welche Pflichten greifen wann — und was bedeutet das für deutsche Unternehmen jenseits der Hochrisiko-Anbieter? Eine systematische Einordnung.

Verbotene Praktiken

Seit 2. Februar 2025 sind bestimmte KI-Anwendungen vollständig verboten — darunter Social Scoring, biometrische Echtzeit-Überwachung im öffentlichen Raum (mit engen Ausnahmen) und manipulative Systeme, die kognitive Schwächen ausnutzen.

Schulungspflicht (Art. 4)

Ebenfalls seit Februar 2025 müssen alle Anbieter und Betreiber von KI-Systemen sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Diese Pflicht trifft praktisch jedes Unternehmen, das KI einsetzt.

  1. 02.02.2025

    Verbote + Schulungspflicht

    Art. 5 (Verbote) und Art. 4 (KI-Kompetenz).

  2. 02.08.2025

    GPAI-Pflichten

    Anbieter von General-Purpose-AI: Transparenz, Urheberrechts-Policy, technische Dokumentation.

  3. 02.08.2026

    Hochrisiko-Vollanwendung

    Konformitätsbewertung, Risikomanagement, technische Dokumentation, CE.

  4. 02.08.2027

    Hochrisiko in regulierten Produkten

    KI-Komponenten in Medizinprodukten, Maschinen etc.

Welche Unternehmen sind wie betroffen?

Die meisten deutschen KMU sind nicht „Anbieter" von Hochrisiko-KI, sondern „Betreiber" allgemein einsetzbarer Systeme. Für sie reduziert sich der Pflichtenkatalog spürbar — bleibt aber substanziell.

Praxis-Hinweis

Für die meisten Unternehmen ist 02.08.2026 die strategische Linie: Hochrisiko-Pflichten greifen vollständig, und Aufsichtsbehörden werden ab diesem Datum prüfungsfähig sein.